BUND Regionalverband Neckar-Alb
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Ein Zuhause für Igel, Zaunkönig und Co.

BUND-Tipps für bunte, naturnahe Gärten oder Balkone

Foto: Lupp

Tübingen, den 17.02.2021

Der Frühling steht vor der Tür. Da juckt es viele in den Fingern, im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse aufzuräumen, zu düngen, zu pflanzen und zu säen.

Gleichzeitig beobachtet der Umweltverband BUND, dass in unseren Siedlungen selbst sogenannte Allerweltsarten wie Igel, Zaunkönig, Schwalbe oder Aurorafalter - um ein paar Beispiele zu nennen - auf dem Rückzug sind. Ein Indiz ist, dass aus dem Vogelkonzert im Frühling vielerorts von Jahr zu Jahr mehr Stimmen verschwinden, man in manchen Neubaugebieten froh sein muss, wenn man wenigstens Amsel- oder Kohlmeisengesang hört. "Bunte“ Gärten und Balkone bieten dagegen Nahrung und Unterschlupf. Außerdem sind sie, anders als zum Beispiel mährobotergestutzte  Grünflächen, eine Abwechslung fürs Auge und ermöglichen jungen Naturfreund*innen auf Entdeckungsreise zu gehen.

Deshalb empfiehlt der BUND, insektenfreundliche Kräuter und Blumen einzubringen – die Auswahl an schönen und gleichzeitig Pollen oder Nektar liefernden Pflanzen ist groß! Begrenzungen können mit Rosen, Weiden, Hainbuche oder anderen einheimischen Gehölzen anstatt mit Thuja oder toxischem Kirschlorbeer gestaltet werden. Wer noch mehr für tierisches Leben im Siedlungsbereich tun will, begrünt die Hausfassade und montiert Nisthilfen für Vögel und Insekten an der Hauswand oder im Garten.

„Etwas naturnahe Unordnung anstatt ein tip-top gepflegter Garten fördert das natürliche Gleichgewicht“ empfiehlt die Geschäftsführerin des BUND RV Neckar-Alb, Barbara Lupp. Dazu führt sie einige Beispiele an wie Totholzhaufen, Wildkräuter, über den Winter stehengelassene Stauden oder sogar einen kleinen Tümpel. „Es sollte zumindest eine regelmäßig mit Frischwasser versorgte Tränke in den zunehmende heiß-trockenen Monaten bereitstehen.“, so Lupp.

 Schließlich rät der BUND: Lassen Sie den sauren Torf in den Mooren und nutzen Sie stattdessen torffreie Bodenverbesserer. Verzichten Sie auf Pestizide. Stattdessen fördern ein geeigneter Standort sowie Gegenspieler (z. B. Meisen und Schwebfliegen gegen Blattläuse) die Gesundheit Ihrer Pflanzen.

- Die BUND-Regionalgeschäftsstelle in Tübingen bietet Pflanzenlisten, eine Einkaufsliste für torffreie Erden, Samentütchen sowie Nistkästen und “Insektenhotels“ an.

- Hier gibt es Pflanzen für Schmetterlinge und hier Informationen zur richtigen Heckenpflege sowie eine Anleitung, wie man Sandarium für Wildbienen baut.

Pressekontakt:

Barbara Lupp, Geschäftsführerin des BUND Regionalverbands Neckar-Alb e.V.

Tel: 07071 / 943885, E-Mail: bund.neckar-alb(at)bund.net

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