BUND Regionalverband Neckar-Alb
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Ortsgruppe Ammerbuch

Zweiter Themenworkshop

am 20.10. um 19.30 Uhr, Zehntscheuer Entringen

Auf Grund der aktuellen Corona-Situation werden wir uns nur zum Themenfeld Artenvielfalt  austauschen. Die anderen Gruppen treffen sich  nicht am 20.10. in der Entringer Zehntscheuer, sondern nach Absprache.

Die gewonnenen Ergebnisse werden in die Jahresplanung 2021 einfließen.

Eine schriftliche Voranmeldung ist nicht erforderlich, aber selbstverständlich gelten die aktuellen Corona-Regeln.  

 

Naturnaher Garten im Herbst

 (Antje Kiepenheuer / privat)

Gerade im Herbst sind unsere Gärten noch einmal besonders prächtig. Jetzt endlich blühen die Staudenastern, die Chrysanthemen, der Herbsteisenhut  und die hohen Gräser. Die letzten Rosen legen sich noch einmal ins Zeug.

Aber was dann, wenn die letzte Blüte vorbei ist? Sollen wir alles abschneiden und auf den Kompost werfen?

Wir lieben den Garten wegen seiner Schönheit. Je nach Temperament der Gärtner ist es für sie schwer zu ertragen, wenn Blätter welken, vergilben, vertrocknen. Da juckt die Gartenschere in der Hand, um alles zu entfernen, was nicht mehr gefällt.

Das geht auch mir so. Aber seitdem  mich die Diskussion über den Rückgang der Insekten beschäftigt, versuche ich, mich beim „Ausputzen“ des Gartens zu bremsen.

Viele Pflanzen sehen schließlich auch in vertrocknetem Zustand noch attraktiv aus, ganz besonders die Gräser. Wenn im späten Herbst sich der Raureif darauf legt, haben sie sozusagen eine zweite Blüte. Im Winter schmückt der Schnee  - wenn er denn  gefallen ist – die vertrockneten Köpfe der letzten Rosen, der Hortensien und stehengebliebener Fruchtstände. Und unsere Wintervögel holen sich daraus ihre Nahrung.

Wenn es dann im späten Winter oder zeitigen Frühjahr gar nicht mehr Auszuhalten ist, dann ist das Säubern und Herunterschneiden für die Wiederbelebung des Gartens ja auch nötig.  

Aber sicherlich sind diese Pflanzenreste  auch Rückzugsorte von Insekten. Besonders in hohlen Stängeln überwintern ihre Larven. Manche kann man erhalten, indem man diese Stängel nicht klein schneidet und auf den Kompost gibt, sondern sie senkrecht gebündelt in einer Ecke des Gartens noch eine Weile stehen lässt, z.B. in einem Bottich, aus dem unten das Regenwasser gut ablaufen kann. Dann haben die Larven von Käfern, Schmetterlingen, Wildbienen & Co  die Chance zur Weiterentwicklung, um im kommenden Frühjahr den Garten wiederzubeleben.

Vortrag: Streuobstwiesen für die Insektenvielfalt

 (Manuel Haus / privat)

Am 8.10.2020 lud der BUND-Ortsverband Ammerbuch zum Vortrag Streuobstwiesen für die Insektenvielfalt in die Entringer Zehntscheuer ein. Dr. Manuel Haus von der Regionalgruppe Tübingen im Netzwerk Blühende Landschaft zeigte die vielfältigen Gründe des Insektensterbens auf und stellt anhand der eigenen Erfahrungen und Erfolge dar, was Bewirtschafter*innen von (Streuobst-) wiesen, aber auch Landwirte dagegen tun können.

In seinem Vortrag berichtete Dr. Haus über seine Erfahrungen bei der Umgestaltung einer Grasfläche in eine Blumenwiese. Sein Ziel war, dort eine Vielfalt von mehrjährigen heimischen Wildblütenpflanzen  anzusiedeln, um Wildbienen und vielen anderen Insekten wieder einen dauerhaften Lebensraum zu geben.

Als erstes erfuhren die Zuhörer, welche Pflanzen zu diesem Lebensraum gehören und welche eher nicht. Der so attraktiv blühende Klatschmohn und die Kornblume  fanden sich früher eher auf einem Acker. Aber z.B. die Margerite gehört in eine solche Wiese, ebenso wie Glockenblumen, Wiesensalbei, Wiesenbocksbart, Klappertopf, Habichtskraut, Skabiosen, u.a. je nach Region.

Dass sich diese Pflanzen erst allmählich und nach längerem Ausmagern wieder ansiedeln, war die nächste Erfahrung. 

Ebenso wichtig ist die richtige Mähtechnik (Sense oder Balkenmäher) und der richtige Zeitpunkt zweimal im Jahr.

Für das Problem „Wohin mit dem Mähgut“ bot er mehrere Möglichkeiten an: Neben dem Verrotten auf einem begrenzten Platz im Abseits empfahl er z. B. den Bau einer einfachen Heupresse. 

Genauere Informationen  zum Saatgut, zum richtigen Mähen (auch Kurse für das Mähen mit der Sense), zum Bau einer Heupresse usw. findet man auf der Homepage von Dr. Manuel Haus:

Ein Video zum Bau der Heupresse findet man hier.

 

Nachhaltigkeitstag am 4.10.2020

 (Annemarie Lemeunier / privat)

Der Nachhaltigkeitstag auf dem Außengelände der Entringer Zehntscheuer war ein schöner Erfolg. Eindrucksvoll viele Menschen hatten sich auf den Weg gemacht, um zu sehen und zu erleben, was da  geboten wurde.

Auch der Stand der BUND-Ortsgruppe Ammerbuch  war rege besucht.

Sowohl alte Mitglieder als auch  Neu-Interessierte kamen und diskutierten mit uns.

Immer wieder kam das Gespräch auf die Themen „Klimaschutz braucht Moorschutz“ (Buch von Dr. Cornelie Jäger)  und „Streuobstwiesen für Insektenvielfalt“ (Vortrag von Dr. Manuel Haus am 8.10. in der Zehntscheuer Entringen). Gerade das letzte Thema ist zur Zeit für die vielen „Gütlesbesitzer“  besonders aktuell. Die wichtigste Frage war: Wohin mit dem Mähgut?

Wer Kontakt suchte, den konnten wir nun auf die neu-erstellte Homepage hinweisen:
www.bund-ammerbuch.de

Gründungsveranstaltung des BUND OV Ammerbuch

Am 22.9.2020 war es soweit: Der BUND-Ortsverband Ammerbuch verabschiedete in einer Gründungsversammlung in der Entringer Zehntscheuer seine Satzung und wählte einen 5köpfigen Vorstand, der die BUND-Aktivitäten für den Natur- und Umweltschutz koordiniert und leitet. Die neuen Vorsitzenden sind: Volkmar Wissner, Dr. Cornelie Jäger, Martin Malang.

Vorgestellt wurde auch die von Wolfgang Bleicher erstellte neue Homepage: www.bund-ammerbuch.de

Lichtverschmutzung

Im Gemeinderat wurde am 14.9.2020 unter TOP2 das Konzept "Licht nach Bedarf" vorgestellt. Einen weiteren Einblick in das Problem, auch unter Naturschutzaspekten, brachte die ARTE-Sendung Xenius am 3.9.2020. Auch die Abendschau des Bayerischen Rundfunks widmete sich ab Minute 11 dem Thema "Earth Night".

Nachhaltig mobil - Radscheune und Repair-Cafe in Ammerbuch

Wussten Sie schon, dass es in Ammerbuch zwei Einrichtungen gibt, die sich mit der Reparatur von Fahrrädern beschäftigen?

Ähnlich wie das Projekt SoliRADisch des BUND Sachsen-Anhalt wurde die Radscheune in Ammerbuch-Altingen gegründet, anfangs, um den Mobilitätsbedarf von Migranten zu unterstützen. Später wurde die Radscheune in den Thementisch Nachhaltigkeit des Projekts Ammerbuch-Aktiv integriert und steht jetzt allen Bürgern offen. Hier kann man auch überholte Fahrräder für Kinder und Erwachsene kostengünstig erwerben.

Das Repair-Cafe der Zehntscheuer Entringen öffnet mehrmals pro Jahr. Dort kann man neben Fahrrädern auch andere technische Dinge kostenlos checken lassen.

Nachhaltig mobil - Ein Beitrag des BUNDmagazins 2/2020 zum Thema Verkehrspolitik

In der Ausgabe 2/20 des BUNDmagazins findet sich ein interessanter Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität. Aus der Sicht des BUND sind folgende Schritte für die Mobilitätswende wichtig:

  • Ökologische Wahrheit sagen
  • CO2-Ausstoß auf Null senken
  • Stadtverkehr selbst planen
  • Digitalisierung nutzen
  • Integriert planen
  • Mehr statt weniger beteiligen
  • Neue Mobilitätskultur

Weitere Infos zum Thema Mobilität gibt es auch hier.

Alle Ausgaben des BUNDmagazins finden Sie hier.

Rundbrief vom Juli 2020

Das Leitungsteam der BUND-Gruppe Ammerbuch (in Gründung) hat sich in den vergangenen Monaten bemüht, einiges aufrechtzuerhalten und anzustoßen, hier eine kurze Zusammenfassung:

Natur- und Artenschutz:

  • Blühwiesenpatenschaften: Das Reustener Modell der individuellen Patenschaften für Blühwiesen könnte Schule machen. Andreas Schmid, Poltringen, wird sich beteiligen. Auch in Entringen und Pfäffingen sind wir im Gespräch mit möglichen Partnern für weitere Blühwiesen. Unser Ziel ist, in Ammerbuch rundum Blühwiesen zu schaffen und für breite Unterstützung in Form von Patenschaften zu werben. Weitere interessierte Landwirte und Gütlesbesitzer sind herzlich willkommen!
  • Wir haben Kontakt aufgenommen zum BUND Rottenburg, weil uns die Fluren zwischen Reusten/Poltringen und Oberndorf/Hailfingen gleichermaßen betreffen,
  • Der Naturschutzbund NABU Tübingen betreut auf Ammerbucher Gemarkung verschiedene Biotope. Wir haben Kontakt mit dem NABU aufgenommen und unsere Unterstützung angeboten.
  • Biotop Bahnübergang Ammertalbahn: Ein zweiter Arbeitseinsatz am Bahnübergang der Ammertalbahn am Westrand des Hardtwalds fand statt. Hier helfen wir bei der Betreuung einer Ausgleichsmaßnahme zum Schutz von Reptilien, die durch den zweispurigen Ausbau der Ammertalbahn bedroht sind.

Lichtverschmutzung: Wir freuen uns, dass sich bei der Außenbeleuchtung in Ammerbuch etwas bewegt und Insektenschutz wie von uns gefordert bei der Erneuerung von Straßenlampen künftig berücksichtigt wird.

Seniorenprojekt Auchtert, Poltringen: Der BUND Ammerbuch hat zum geplanten Altenheim am Ostrand von Poltringen eine Stellungnahme abgegeben und hierin die Berücksichtigung von Umwelt- und Naturbelangen gefordert.

Nachhaltigkeitstag: Am Sonntag, den 4. Oktober, findet ab 16 Uhr vor der Zehntscheuer Entringen ein Nachhaltigkeitstag statt, an dem wir uns beteiligen. Wir sind auf der Suche nach  geeigneten Ideen für eine praktische Tätigkeit (Bau von Nistkästen, Insektenhotels etc.). Wer kann uns hierbei helfen? Bitte wendet Euch an BUND.Ammerbuch

50- jähriges Jubiläum der Gemeinde Ammerbuch, Im nächsten Jahr feiert Ammerbuch das Jubiläum zum Zusammenschluss der sechs vormals selbstständigen Orte. Nicht nur Historie, sondern auch Ausblick auf Unvollendetes soll in diesem Rahmen artikuliert werden. Der BUND will einen Zukunftsplan für eine natur- und umweltgerechte Gemeinde erarbeiten. Anknüpfungspunkte, Ideen und Visionen bitte an  BUND.Ammerbuch schreiben.

Rundbrief vom April 2020

Nachdem wir uns am 22. November 2019 als BUND - Gruppe Ammerbuch gegründet hatten, konnten wir Corona - bedingt nur einen Themen - Workshop im Januar durchführen. Wir möchten kurz darstellen, was sich - besonders aufgrund der Anregungen des Workshops -  hier und da getan hat.

Aus den Workshops:

Wasser

Es gab eine gemeinsame Ammer - Begehung von Vertretern der Gemeinde und BUND - Mitgliedern auf Höhe der Poltringer Mühle, die insofern gut verlief, als man sich auf Verbesserungen verständigte. Welches Gesicht diese haben und wie sie erreicht werden sollen, ist noch offen. Näheres siehe Anhang.                                                                                                                                       Auf Poltriger Gemarkung war zwischen Stephanuskirche und Reusten eine alte Silberweide über die Ammer gekippt und blockierte dadurch einen gegenüberliegenden Fahrweg. Wir konnten erreichen, dass der Bauhof nur das Nötigste entfernte. Näheres siehe Anhang.

Artenvielfalt

In Poltringen plant Andreas Schmid, auf seinem Gelände blühende Ackerstreifen anzulegen entsprechend den blühenden Äckern der Familie Gauss in Reusten. Der  Flyer zu diesem Projekt wird gerade entworfen. Auch in anderen Ortsteilen besteht Interesse und in Breitenholz ist eine Kooperation mit dem Bioenergiedorf möglich.

Siedlung

Wir haben im Vorfeld der Klausurtagung des Gemeinderats zum Quartier "Schlossblick" eine Stellungnahme an die Listensprecher verschickt. Des weiteren haben wir uns über das Baugebiet Hottenberg und über die Seniorenwohnanlage Auchtert informiert.

Sonstiges

Daneben gab es Situationen, in denen das Leitungsteam auf die Schnelle gefragt war und sich einbringen konnte:

So gab es Im Hardtwald  Baumfäll - Aktionen des Forstamtes, deren Ausmaß durch Beteiligung von BUND - Mitgliedern in Anbetracht benachbarter Milan - Horstbäume reduziert werden konnte.

Wir haben unsere Teilnahme am Nachhaltigkeitstag (Sonntag, 4.10., Zehntscheuer Entringen) zugesagt.

Mit der Solawi - Gruppe Ammerbuch (siehe www.solawi-ammerbuch.de) hatten wir den gemeinsamen Bau von Bienenhotels geplant, was Corona - bedingt leider verschoben wird.

Die Umwandlung der BUND - Gruppe Ammerbuch in eine BUND - Ortsgruppe Ammerbuch ist in Arbeit. Deshalb werden wir, sobald die Versammlungsbeschränkungen aufgehoben sind, eine Mitgliederversammlung einberufen.

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