BUND Regionalverband Neckar-Alb
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Ortsgruppe Ammerbuch

Back to the roots

VIELFALT e.V. startet Modellprojekt für landwirtschaftliche Nutzung in Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind durch landwirtschaftliche Tätigkeit von Menschenhand entstanden und prägen als traditionelle Form des Obstbaus seit über 100 Jahren das Landschaftsbild entlang des Schönbuchrands. Sie sind wertvolles Kulturgut, Lieferant hochwertiger Obstprodukte, Erholungsraum und Schatzkammer der Obstsortenvielfalt.

Der Verein Vielfalt e.V. startete ein Modellprojekt für landwirtschaftliche Nutzung in Streuobstwiesen. Näheres finden Sie hier.

Das Projekt wird auch in den Schönbuch Nachrichten 2021 des Fördervereins Naturpark Schönbuch auf S. 46 erwähnt. Auch die früheren Ausgaben sind lesenswert.

Anlegen einer Blumenwiese

 (Rieger-Hofmann / BUND OV Ammerbuch)

Haben Sie Sehnsucht nach einer bunten Blumenwiese, wie sie viele Menschen aus ihrer Kinderzeit erinnern?

Sie können eine schon bestehende Grasfläche durch Ausmagern, spätes Mähen und Entfernen des  Mähguts allmählich in eine Blumenwiese verwandeln.

Oder Sie können nach dem Mähen und Entfernen des Mähguts die Grasnarbe aufreißen und mit gebietsheimischem Saatgut für Wildblumen anreichern.

Oder Sie möchten auf einem offenen Gelände eine Wiese neu ansähen.

In den beiden letzten Fällen können wir Ihnen die folgenden Samenlieferanten sehr empfehlen:

1. Syringa Duftpflanzen & Kräuter
    Bachstr.7 (Büro), Untere Gräben 1 (Gärtnerei)
    78247 Hilzingen-Binningen,
    Tel. 07739 1452
    www.syringa-pflanzen.de
    info(at)syringa-pflanzen.de

2. Rieger-Hofmann
    In den Wildblumen 7 – 13
    74572 Blaufelden-Raboldshausen
    Tel. 07952 – 92 18 89 0
    www.rieger-hofmann.de
    info(at)rieger-hofmann.de

3. Saaten Zeller
     Ortsstr. 25
     63928 Eichenbühl-Guggenberg
     Tel. 09378-970970 oder 09378-530
     www.saaten-zeller.de

 

Garten anders?

 (Antje Kiepenheuer / BUND OV Ammerbuch)

Endlich ist es soweit: Man kann wieder raus an die frische Luft, in die Natur, in den Garten. Und sogar in diesen Corona-Zeiten darf man es!

Allen Gärtnern juckt es in den Fingern, die vertrockneten Reste des vergangenen Jahres zu entfernen, damit das frische Grün wieder sprießen kann.

Und natürlich auch das sogenannte Unkraut, das man nicht gepflanzt oder gesät hat, das sich frech und ungefragt unter unseren Lieblingspflanzen breit macht.

Aber sieht es nicht vielleicht sogar hübsch aus? Was ist es denn überhaupt? Das hier heißt „ Hohler Lerchensporn“ (Corydalis cava). Es kam zugegebenermaßen nicht ganz von selbst, sondern wurde vor vielen Jahren in einem Auwald ausgebuddelt, fühlt sich aber offensichtlich auch hier an der Ammer sehr wohl, gemeinsam mit  Narzissen unter einer Johannisbeerhecke.  Jetzt blüht es  herrlich, und bald nach der Samenreife im Mai zieht es sich zurück und verschwindet im Boden. Es stört niemanden und die Johannisbeeren reifen trotzdem prächtig. Warum also sollte man es rausreißen?

Für mich gehört der Lerchensporn einfach in einen naturnahen Garten. Er  fühlt sich wohl in  feuchtem, durchlässigem und humosem Boden und liebt den hohen Kalkgehalt unserer Region. Wird er einem zu üppig, kann man die Samenstände entfernen, auch Ausgraben hilft. Überall dort wo er ungestört wachsen kann, gehört er zu den ersten unkomplizierten  Frühlingsboten, gemeinsam mit Primeln, Veilchen, Frühlingschristrosen, Buschwindröschen und Narzissen. Und nicht zuletzt bietet er einigen Hummelarten und Wildbienen seinen Nektar an.

(Ganz besonderer Trick der  Erdhummeln – die eigentlich mit ihrem kurzen Rüssel nicht an den im langen Blütensporn verborgenen Nektar gelangen können: Sie beißen den Sporn einfach seitlich auf, sodass auch Bienen an den Nektar gelangen können.)

 

                                                                       Antje Kiepenheuer

Gegen das Insektensterben

Initiative Bunte Wiese empfiehlt späteres Mähen

 (Initiative Bunte Wiese)

Nach den regenreichen letzten Wochen sprießt es nun ordentlich auf unseren Rasen und Streuobstwiesen. Dies löst bei vielen Menschen reflexartig den Griff zum Rasenmäher aus. Die Initiative Bunte Wiese der Universität Tübingen empfiehlt jedoch, den ersten Mähtermin erst später anzusetzen (erst Mitte bis Ende Juni). Dies ermöglicht es den Pflanzen, von der Blüte bis zur Samenreife zu gelangen, was bei Wiesenpflanzen im Durchschnitt sechs Wochen benötigt. Auch Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten profitieren von der späten und selteneren Mahd; sie können sich dadurch vom Ei über die Larve bis zum geschlechtsreifen erwachsenen Stadium entwickeln. Eine zu frühe und zu häufige Mahd unterbricht diesen Prozess. Sie wirkt gleichsam wie ein Staubsauger, wodurch die Pflanzen- und Tiervielfalt unserer Grünflächen zunehmend verarmt. Im Außenbereich ist dies ein wesentlicher Grund dafür, warum immer weniger Insekten zu finden sind. Darunter leiden auch die insektenfressenden Vögel.

Jede(r) kann auch im eigenen Garten oder der eigenen Obstwiese dazu beitragen, dieser Verarmung entgegenzuwirken. Hierzu reicht es schon, eine kleine Fläche des eigenen Rasens beim Mähen auszusparen und höher wachsen zu lassen. Solche "Wieseninseln" sind nicht nur eine ästhetische Bereicherung, sondern bieten auch vielfältige Gelegenheiten für Naturbeobachtungen.

Mehr Tipps zur Gestaltung naturnaher Gärten und zu nachhaltiger Wiesenpflege finden sich auf der neu gestalteten Webseite der Initiative: www.buntewiese-tuebingen.de

Asthaufen vor Osterfeuer umsetzen

oder gar nicht verbrennen

 (C. Jäger / BUND OV Ammerbuch)

Bei der Baumpflege fällt einiges an abgeschnittenen Ästen und Zweigen an. Viele verbrennen dieses Material. Gerne auch als Osterfeuer. Bitte setzen Sie solche Haufen vor dem Abbrennen um! Denn: Häufig haben schon allerlei größere und kleinere Tiere darin Unterschlupf gefunden. Ohne das Umsetzen verbrennen sie ebenfalls. Noch besser ist es, das Material zu häckseln und zu kompostieren. Oder zum nächsten Häckselplatz zu bringen.

Beitrittsformular und Kontonummer für Spenden

Auch der BUND OV Ammerbuch hat Auslagen, die nur zu einem kleinen Teil durch Zuschüsse des BUND Bundesverbands gedeckt werden können. Wenn Sie uns etwas spenden wollen, können Sie es mit der IBAN DE81 6416 1397 0062 0550 03 tun. Spenden bis 200 Euro erkennt das Finanzamt mit dem Überweisungsbeleg an. Für Beiträge darüber benötigen wir Ihre Anschrift.

Oder treten Sie gleich dem BUND bei. Einen Mitgliedsantrag finden Sie hier zum Ausdrucken oder hier zum Ausfüllen.

 

Garten im Winter

 (Antje Kiepenheuer / BUND OV Ammerbuch)

Jeder kennt sie, die ersten Frühlingsboten, die schon im Winter, mit dem schmelzenden Schnee, uns im Garten überraschen:

Die Schneeglöckchen und die Märzenbecher, die wilden Alpenveilchen (Cyclamen coum) und natürlich, fast zuerst, die Winterlinge (Eranthis hyemalis)

Wir haben sie in irgendeinem Herbst sicherlich zu unserer eigenen Freude gepflanzt. Dass sie auch anderen Freude machen, hatten wir vielleicht gar nicht bedacht. Jetzt können wir staunen über die ersten Bienen, die zielsicher die geöffneten Blüten anfliegen.

Schon vorher hatten die Christrosen (Helleborus niger und H. orientalis) auf sonnige Wintertage gewartet, um die von der Kälte erstarrt hängenden Stängel wieder aufzurichten. Auch ihre weißen Blüten sind begehrte Ziele für die ersten Bienen.

Demnächst werden die Sträucher sich ans Blühen machen. Seit Kindertagen wissen wir: Die pelzigen Kätzchen der Saalweide soll man nicht pflücken, sondern den Bienen überlassen. Es ist Zeit, sich wieder daran zu erinnern!

Andere Sträucher werden folgen – wenn man sie denn im Garten hat. Als erstes kommt die zartgelb blühende, heimische Kornel-Kirsche (Cornus mas) dran. Sie ist sehr viel weniger auffällig in der Farbe als die so beliebt gewordene kräftig gelbe Forsythie. Aber dafür ist sie eine Attraktion für die Bienen, wohingegen die Forsythie von ihnen nicht aufgesucht wird! Deren Blüten produzieren weder Pollen noch Nektar. Wer weiß das schon?

Wer auch Pflanzen in seinem Garten duldet, die nicht einheimisch sind, der kann sich am hellgelb blühenden Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) freuen - wenn er einen Platz zum Runterhängen oder zum Raufklettern für ihn hat.

Auch die immergrüne, knallgelb blühende Mahonie lockt die Insekten an.

Und wer kein Gelb im Garten mag, der findet im Winterschneeball

(Viburnum fragrans oder auch V. bodnantense) einen Strauch, der sogar schon im November zu blühen und wunderbar zu duften (!) anfängt. In der ganz kalten Zeit macht er eine Pause, um danach, sobald es wärmer wird, seine üppigen rosa Blütenbüschel zu entfalten.

Es gibt noch mehr solcher winterblühenden Sträucher, u.a. auch die stark duftende Zaubernuss (Hamamelis). Aber sie braucht bei uns sicher einen geschützten Platz. Wohingegen die oben genannten Sträucher die Kälte unserer Region ohne wesentliche Schäden an den Blüten überstehen können – und damit nicht nur für uns eine Freude sind, sondern auch für unsere blütenbesuchenden Insekten.

Werde Multiplikator*in für Klimagerechtigkeit

In sieben spannenden Schulungseinheiten kannst du dich von Februar bis September 2021 zum Thema Klimagerechtigkeit weiterbilden und anschließend selbständig Seminare und Workshops durchführen. Wir beschäftigen uns mit den Zusammenhängen von Klimagerechtigkeit und Rassismus und Klimagerechtigkeit und Gender. Dabei fragen wir uns auch immer: was hat das eigentlich mit mir zu tun? Was kann ich verändern? Und wie kann ich zu einer Veränderung der Gesellschaft beitragen?
Neben diesen Themen bekommst du praktisches Werkzeug an die Hand: Es gibt Workshops zur Arbeit mit Gruppen, Präsentation und Moderation, Argumentationstraining und Öffentlichkeitsarbeit. Wir betrachten politische Beteiligungsmöglichkeiten und möchten reflektieren wo wir uns engagieren und warum und vor allem wo wir uns noch  einmischen können.
Wir wollen die Begriffe "ich" und "die anderen" zu einem "wir" vereinen, Räume für Begegnung schaffen und gemeinsam schlauer werden.

Du musst an allen Seminaren teilnehmen, um am Ende ein Zertifikat zu erhalten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Multiplikator*innen Schulung wird von der BUNDjugend Baden-Württemberg veranstaltet. Die BUNDjugend Baden-Württemberg ist die Jugend-Organisation des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Baden-Württemberg e.V. Wir sind junge Menschen mit einem gemeinsamen Ziel: Die Erde retten. Das ist aber nicht so einfach.
Deswegen wollen wir mit Sachen beginnen, die jede*r umsetzen kann. Zum Beispiel weniger Auto fahren und mehr zu Fuß gehen oder das Fahrrad nutzen. Was wir machen: Wir demonstrieren für eine ökologische Landwirtschaft. Oder wir starten Aktionen: zum Beispiel stellen wir Sofas auf Parkplätze und setzen uns hin. Denn wir finden: Menschen sind wichtiger als Autos. Wir wollen mit Spaß und Freude die Umwelt und Natur schützen.

Ansprechpartnerin: Sabine Renelt, sabine.renelt(at)bundjugend-bw.de, 0711/6197023

Die Termine, detaillierte Informationen und die Anmeldung findest du auf www.bundjugend-bw.de/multischulung

Das Projekt wird innerhalb des Programmes “Vielfalt in Partizipation” im Rahmen des Masterplans Jugend unterstützt durch das Ministerium Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg durchgeführt.

Durchlässigkeit der Ammer für Fische und Kleinlebewesen am Poltringer Mühlekanal

siehe Wassergruppe

Baumfällungen an der Ammer

 (Antje Kiepenheuer / BUND OV Ammerbuch)

Einige Mitglieder unserer BUND-Ortsgruppe bemerkten vor einigen Tagen, dass bei Poltringen drei den Uferbereich der Ammer prägende große Pappeln  gefällt worden waren. Nur einer der drei alten Bäume war offensichtlich krank gewesen.

Vermutlich stand die Fällung im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Baubeginn des Seniorenheims im Auchtert. Aber die Bäume standen ganz eindeutig außerhalb des Baugeländes, direkt im Uferbereich.

Wir finden das sehr bedauerlich und hätten es besser gefunden, wenn wie im Bild nur die oberen Teile entfernt worden wären, die möglicherweise die Bauarbeiten hätten gefährden können.

Schließlich bieten auch hohle Baumstämme  Lebensraum und Brutmöglichkeiten für Vögel und Fledermäuse! Oder ein Baum hätte wieder ausgetrieben.

Unsere Ortsgruppe bietet zu diesem Thema eine Beratung an.

Der Biber ist auch bei uns angekommen

 (Antje Kiepenheuer / BUND-Ortsverband Ammerbuch)

Wer in Poltringen an der Ammer aufmerksam spazieren geht, kann an verschiedenen Stellen die Spuren des Bibers finden: Mit scharfen Zähnen  abgeschnittene dünnere und dickere Äste und die typischen „Biberrutschen“, glattgeschliffene schmale Pfade zum Wasser hinunter. Nur an wenigen Stellen hat der Biber sich auch an ganze Bäume gewagt. Einer davon wurde in eine elegante Skulptur verwandelt.

Ein Video dazu sehen Sie hier.

Lichtverschmutzung

Im Gemeinderat wurde am 14.9.2020 unter TOP2 das Konzept "Licht nach Bedarf" vorgestellt. Einen weiteren Einblick in das Problem, auch unter Naturschutzaspekten, brachte die ARTE-Sendung Xenius am 3.9.2020. Auch die Abendschau des Bayerischen Rundfunks widmete sich ab Minute 11 dem Thema "Earth Night".

Nachhaltig mobil - Radscheune und Repair-Cafe in Ammerbuch

Wussten Sie schon, dass es in Ammerbuch zwei Einrichtungen gibt, die sich mit der Reparatur von Fahrrädern beschäftigen?

Ähnlich wie das Projekt SoliRADisch des BUND Sachsen-Anhalt wurde die Radscheune in Ammerbuch-Altingen gegründet, anfangs, um den Mobilitätsbedarf von Migranten zu unterstützen. Später wurde die Radscheune in den Thementisch Nachhaltigkeit des Projekts Ammerbuch-Aktiv integriert und steht jetzt allen Bürgern offen. Hier kann man auch überholte Fahrräder für Kinder und Erwachsene kostengünstig erwerben.

Das Repair-Cafe der Zehntscheuer Entringen öffnet mehrmals pro Jahr. Dort kann man neben Fahrrädern auch andere technische Dinge kostenlos checken lassen.

Nachhaltig mobil - Ein Beitrag des BUNDmagazins 2/2020 zum Thema Verkehrspolitik

In der Ausgabe 2/20 des BUNDmagazins findet sich ein interessanter Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität. Aus der Sicht des BUND sind folgende Schritte für die Mobilitätswende wichtig:

  • Ökologische Wahrheit sagen
  • CO2-Ausstoß auf Null senken
  • Stadtverkehr selbst planen
  • Digitalisierung nutzen
  • Integriert planen
  • Mehr statt weniger beteiligen
  • Neue Mobilitätskultur

Weitere Infos zum Thema Mobilität gibt es auch hier.

Alle Ausgaben des BUNDmagazins finden Sie hier.

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