BUND Regionalverband Neckar-Alb
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Wahlprüfsteine des BUND RV Neckar-Alb zur Landtagswahl 2021

...und die Antworten der Kandidat*innen

Foto: B. Lupp

Der BUND Regionalverband Neckar-Alb befragte die Kandidat*innen aus den Landkreisen Tübingen, Balingen, Hechingen-Münsingen und Reutlingen zu ihren Positionen zu den Themen Energie, Mobilität, Naturschutz und Flächenverbrauch. Von 23 haben uns 13 geantwortet - mit teilweise überraschenden und nicht immer partei-einheitlichen Ergebnissen.

Große Übereinstimmungen gibt es bei den Kandidat*innen von Klimaliste, Grüne und Linken bei Energiethemen, beim Flächenverbrauch und dem Straßenbau zeigt sich die SPD jedoch teilweise als "weiter so"-Partei.

Einstimmig befürworten alle Kandidat*innen den Bau der Regionalstadtbahn inklusive der Tübinger Innenstadtstrecke. Gleichzeitig wenden sich sowohl die SPD Hechingen-Münsingen als auch die CDU Hechingen-Münsingen gegen die Förderung von umweltfreundlicher Mobilität (auch) auf Kosten des PKW-Verkehrs, obwohl Erfahrungen und Studien zeigen, dass Fahrrad-, Bus- und Bahnfahren nicht nur attraktiver sondern Autofahren auch unattraktiver gemacht werden muss, um die Verkehrswende zu meistern. Ganz davon abgesehen, dass die Steuermittel für Bau und Sanierung von Verkehrsinfrastrukur begrenzt sind.

Die Kandidat*innen von CDU, SPD und FDP befürworten (soweit sie sich dafür zuständig fühlten), sowohl den mit erheblichen Eingriffen verbundenen Bau der B27-Endelbergtrasse als auch der B464-Dietwegtrasse.

Ebenfalls sprechen sich alle Kandidat*innen für mehr Umweltbildung in Schulen und Verwaltungen aus. Sicherlich aufgrund der Erkenntnsi, dass man nur das schützen kann, was man kennt.

Sowohl die CDU- als auch die SPD-Kandidaten im LK Reutlingen sind erstaunlicherweise gegen erstaunlicherweise gegen die Stärkung der schwach aufgestellten Naturschutzverwaltung.

Zum Ausbau von Solarthermie und Photovoltaik auf Freiflächen gibt es innerhalb der Klimaliste unterschiedliche Positionen (s. Auswertung).

Erwartungsgemäß vertritt der FDP-Kandidat bei fast allen Fragen einen rein marktwirtschaftlichen Standpunkt und ist gegen „Planwirtschaft“. So ist er als einziger Kandidat der Auffassung, dass „sämtliche gesellschaftlich akzeptierte Technologien und Energieträger […] die Chance bekommen müssen, sich marktwirtschaftlich zu behaupten.“ Das gleichzeitig immer noch erhebliche staatliche Fördermittel in klima- und naturschädliche Anlagen und Produkte fließen, scheint er dabei nicht zu berücksichtigen.
 

Das gleichzeitig immer noch erhebliche staatliche Fördermittel in klima- und naturschädliche Anlagen und Produkte fließen, scheint er dabei nicht zu berücksichtigen.

Die genauen Standpunkte und Anmerkungen der Kandidat*innen findet man in dieser Auswertung. Die Positionen der Parteien sind in dieser Tabelle aufgelistet.

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