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BUND Regionalverband Neckar-Alb
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Habitatbaum und FFH-Mähwiese...

Vorher:-) und nachher:-(

Eingriff in Mähwiesen und Rodung von Habitatbäumen ohne Genehmigung

Bauerwartungsland ist nicht gleich Bebauungsplan. Eine Tatsache die Eigentümer von FFH-Mähwiesen mit Streuobst (darunter einige wertvolle Habitatbäume) in RT-Sondelfingen nicht aktzeptieren wollten. Als klar wurde, dass ein Teil des gut 10 ha große Gebiets Bergäcker-Halden aufgrund seines Naturschutzwertes und der Schwierigkeit, dessen Überbauung auszugleichen, voraussichtlich aus dem Flächennutzungsplan der Stadt RT gestrichen werden soll, griff man zur Axt. Schon davor begannen die Eigentümer durch massives Aufdüngen mit der Entwertung der blütenreichen Wiesen.
Diese Respektlosigkeit gegenüber Natur und Naturschutzrecht und auch gegenüber dem, was die Generationen davor gepflanzt und gepflegt haben (und erfreulicherweise einige Nachbar*innen heute noch tun) ist ein "schönes" Beispiel dafür, wie manche Menschen an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen.
Der BUND hat mittlerweile bei der zuständigen Naturschutzbehörde angefragt, welche Maßnahmen die Eigentümer zur Wiederherstellung des guten Zustands (soweit möglich) von Mähwiesen und Baumhabitaten auferlegt werden. Dieser Verstoß gegen Naturschutzgesetze darf nicht ungeahndet bleiben um keinen Präzendenzfall zu schaffen! So wurde die durch die Rodung einer alten und durch Blitzeinschlag geschädigten aber vitalen "Birnbaumpersönlichkeit" (s. Foto) bereits das Habitat des dort lebenden, stark gefährdeten marmorierten Goldkäfers (Protaetia lugubris) zerstört.

Im Übrigen muss Bergäcker-Halden muss als Ganzes für Natur und Mensch erhalten bleiben. Auch eine teilweise Überbauung und Zerstückelung der zwischen Orschel-Hagen und Sondelfingen liegenden Wiesen würde das Gebiet entwerten und die Eignung der Restflächen als Lebensraum für eine Vielzahl von Arten verringern.
Hier die Stellungnahme von Beate Ehrmann (BUND KV Reutlingen). Ein Leserbrief zu dieser Stellungnahme wird hier von Ira Wallet (ebenfalls BUND KV Reutlingen) beantwortet.

Fotos: Marcel Maier

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