Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

OK Mehr Informationen
BUND Regionalverband Neckar-Alb
BUND Regionalverband Neckar-Alb

Holderfeld Sportplatz

(Mehr) Sportplätze zur Rettung der Jugend?

Leserbrief

Um nicht mißverstanden zu werden - ich bin für die Förderung des Sports und ich denke, dass sich durch Renovierung des bestehenden Spielfeldes und durch Kooperation mit anderen Sportplatzeigentümern die Situation in der Nordstadt deutlich entpannen ließe. 
Aber: Der ehemalige Truppenübungsplatz Holderfeld ist nicht nur Lebensraum für zum Teil europaweit geschützte Arten, er ist auch eines der wenigen Stückchen "Wildnis" in unserer durchgeplanten und 
durchorgansierten Stadt(rand-)landschaft. Ein Blick zurück: Meine durchaus sportlichen FreundInnen und ich hatten die spannendsten Erlebnisse nicht auf/ in Sportstätten, sondern in verwilderten Obstgärten und auf sogenannten "Industriebrachen". Dort konnten wir nämlich ohne Kontrolle durch wohlmeinende Eltern, Lehrer oder Trainer klettern, uns verstecken und außerdem Dinge tun, von denen ich zum Schutz der tagblattlesenden Jugend leider nicht berichten werde. Aber wir fingen auch Kaulquappen, beobachteten Eidechsen und plückten Äpfel - Naturerlebnis pur! Es wäre vielleicht vermessen zu behaupten, dass diese Abenteuerplätze uns davon abgehalten hatten Mülltonnen anzuzünden oder ähnliche Dummheiten zu begehen, die der Nordstadtjugend im Falle der Nichtrealisierung des Holderfeldplatzes unterstellt werden. Ich bin mir aber sicher, dass sie für meine Entwicklung mindestens so wichtig waren wie mein Engagement in einer Basektballmannschaft. Vergleichbares kann man auf dem Holderfeld oder einem andern, nur durch den Schäfer gepflegten ehemaligen Truppenübungsplatz in der Südstadt beobachten:"Kindergangs" durchstreifen und erforschen diese Gebiete bei fast jedem Wetter. Wenn aufgrund der irreparablen Zerstörung des Holderfelds (denn Ersatzmaßnahmen werden diesen Eingriff nicht ausgleichen!) der - übrigens sehr hübsche - Nachtkerzenschwärmer oder andere bedrohte Arten (über-)regional aussterben, ist das nicht nur ein Verlust für die Artenvielfalt sondern auch für uns und unsere Kinder. Ideal wäre es dagegen, wenn das Holderfeld nicht nur erhalten, sondern durch gezielte Pflegemaßnahmen, sehr gern unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen vor dem Zuwachsen bewahrt werden würde. Also: Regelmässig mit SchülerInnen (ausserhalb der Brutsaison) dokumentieren, was in dem Gebiet wächst, krecht und flecht, bei weiteren Treffen sensen und sägen und schließlich Grillfeuer machen!

Barbara Lupp 

Die Umwelt braucht uns und wir brauchen Sie

...damit wir uns unabhängig und überparteilich für Natur und Umwelt engagieren können. Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Herzlichen Dank!

Jetzt spenden

BUND-Bestellkorb