Stichwortartige Zusammenfassung der Diskussion zur BUND-Veranstaltung „die Schwäbische Alb tischt auf“

(in Kooperation mit dem Kreisbauernverband RT und gefördert durch PLENUM) und der anschließenden Gespräche am 25.03.2011 bei der Firma Alb-Gold in Trochtelfingen. Teilnehmerzahl: 25

Der Vortrag Lutz Ribbes kann bei Bedarf nachgereicht werden.


Vermarktung von BSG-Produkten
:

- Darf jeder Betrieb mit BSG-Label oder zumindest dem Begriff „Biosphärengebiet“ im Produkttext werben? – Würde Produkte und das BSG selbst entwerten!
Dass mit dem Begriff "BSG" geworben wird, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, zeigt allerdings, dass das BSG als Werbeträger geeignet zu sein scheint. Bisher gibt es keine funktionierende Dachmarke. Der Versuch der Gründung einer PLENUM-Marke (also noch vor der Gründung des BSG) scheiterte anscheinend aufgrund finanzieller Hürden und mangelnder Beteiligung  

- Da es viele (Schein-)Qualitätslabel auch für Billigware, wie QS, „Premium“ usw. gibt, muss für den Verbraucher klar erkennbar sein, welchen Mehrwert er mit einen vgl. teuren BSG-Produkt erhält

- Welche Kriterien muss ein BSG-Partnerbetrieb erfüllen? Sollten öffentlich gemacht werden

- Wichtig ist die Vermarktungsförderung für BSG-Produkte. Sie sollten auch im normalen Handel erhältlich sein. Absatzförderung durch Lieferservice (vgl. mit Tiefkühlkost-Lieferservice, der relativ teuer und trotzdem erfolgreich ist!)

- Öffentliche Einrichtungen u. a. des Landkreises Reutlingen sollten mit gutem Beispiel voran gehen und Regionale Produkte/ BSG-Produkte einkaufen und bewerben.

- „Echte“ BSG-Produkte würden auch die Identifikation der Bevölkerung (die noch deutlich steigerungsfähig ist) mit dem BSG insgesamt fördern. G. Aierstock wies darauf hin, dass dem BSG-Prozess insgesamt Zeit eingeräumt werden muss.

- Die Ausgangssituation für den Absatz ist auch dank der Nähe zu den Ballungsgebiet Reutlingen-Metzingen-Tübingen-Stuttgart gut


Landwirtschaftschaftliche Betriebe:
Auch Landwirte im BSG haben Probleme mit stark schwankenden Preisen für (Alb-) Dinkel, Weizen, Rindfleisch. Deshalb setzen einige auf das 2. Standbein „Biogasverstromung“ (größtenteils ohne Wärmekonzept). Die durch den steigenden Bedarf an Substrat ausgelöste Verknappung der Anbauflächen für Lebensmittel lässt die Pachtpreise aber auch die Preise für Getreide usw. steigen.

- Ziel der Landwirte sollte sein, vom Verkauf der eigenen Produkte leben zu können, anstatt von Subventionen (Anmerkung  Lupp: Wobei Zusatzleistungen für Natur und Umwelt, die über die "gute fachliche Praxis" hinaus gehen und zu Einkommenseinbußen führen, honoriert werden sollten) 

- Lutz Ribbe befürwortet die Aufteilung der ersten Säule der EU-Agrarreform in Basis und Umwelteistungen, kritisiert jedoch die rein finanzielle Orientierung. Er fordert nochmals dazu auf, auf die baden-württembergischen VertreterInnen der Landwirtschaftspolitik im EU-Parlament Einfluss zu nehmen.


Ein ausführlicher Artikel zur Veranstaltung erschien im GEA:

http://www.gea.de/region+reutlingen/ueber+die+alb/anspruch+und+wirklichkeit.1918836.htm

 

Barbara Lupp



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