Gehölzpflege im Rahmen der Gewässerunterhaltung mit den Schwerpunkten Verkehrssicherheit und Arbeitssicherheit

Foto: Christoph Müller

Gewässernachbarschaft 2010, Landkreis Reutlingen

Am 20.10.2010 fand der Nachbarschaftstag der WBW – Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung mbH – in Zusammenarbeit mit der Stadt Reutlingen und dem Landratsamt Reutlingen statt. Moderiert und geleitet wurde die Veranstaltung von Herrn Willi Bold, Betreuer der WBW und Angestellter der Stadt Reutlingen.

Thema der Veranstaltung war die „Gehölzpflege im Rahmen der Gewässerunterhaltung mit den Schwerpunkten Verkehrssicherheit und Arbeitssicherheit“. Veranstaltungsziel war es, die Mitarbeiter der Städte und Gemeinden über Schäden, Schadensersatzpflicht und Unfälle am Gewässer zu informieren.

Geladen waren zahlreiche Experten, die sich zu den verschiedenen Punkten einbringen konnten. So war beispielsweise ein Baumpfleger vor Ort, der praxisnah insbesondere zu der Verkehrssicherungspflicht Einiges zu berichten wusste. Auch Behörden informierten zu der aktuellen Gesetzeslage rund um das Thema.

Aufgebaut wurde die Veranstaltung als offener Erfahrungsaustausch zwischen den Gästen untereinander, aber auch die Experten wurden dankend mit einbezogen.
Ein Vertreter der Stadt Reutlingen referierte beispielsweise über das Verkehrssicherungspflicht-Management Reutlingen, bezüglich der Gehölze am Gewässer.

Beim Erfahrungsaustausch kamen Methoden zur Bekämpfung von japanischem Knöterich und indischem Springkraut zur Sprache. Hier gibt es derzeit ein Versuch der FVA Freiburg, bei dem Dampf zur Bekämpfung eingesetzt wird. Die Ausdunklung mit Weide zeigt ebenfalls gute Erfolge.

Über die Verantwortung der Eigentümer bei der Verkehrssicherungspflicht wurde intensiv diskutiert. So muss dieser beispielsweise selbst bei Biotopen/Gewässern mit Schutzstatus die Uferböschung freischneiden, um seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.
Die Baumkontrolle – ob die Bäume nicht mehr standfest sind oder Totäste besitzen – sollte nur von ausgebildeten Baumpflegern oder durch Personen mit spezieller Qualifikation durchgeführt werden. Andernfalls kann es sein, dass die Versicherung bei Schäden nicht die entstandenen Kosten übernimmt.

Als praktischer Teil dieses Tages wurde eine Übung in Kleingruppen zur Gehölzentwicklung und Gehölzkontrolle am Bach angeboten. Dabei wurden fünf Gruppen gebildet, ausgerüstet mit Karte und Checkliste, die direkt am Gewässer die Situation und Pflegemaßnahmen unter Berücksichtigung der Verkehrssicherungspflicht erarbeiteten. Anschließend stellte jede Gruppe ihr Ergebnis vor.
Als Höhepunkt wurde in Zusammenarbeit mit dem Forstamt ein überhängender Baum gefällt, der die Verkehrssicherung gefährdete. Hier wurde noch mal ausführlich auf die Sicherheitsabstände und die Absicherung des Verkehrs hingewiesen.

Der Tag endete mit einer Abschlussbesprechung und zufriedenen Gästen, die sicherlich einige Inhalte der Veranstaltung in der Praxis umsetzen werden.


                                                                                               Christoph Müller



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