Austausch über den deutschen Naturschutz und das Management von Schutzgebieten mit der brasilianischen Umweltbehörde FATMA

Am 21. September traf sich die Regionalleiterin vom BUND Neckar-Alb, Frau Barbara Lupp mit einer achtköpfigen Delegation aus dem Bundesstaat Santa Catarina aus dem Süden Brasiliens, im Naturschutzzentrum in Reutlingen. Organisiert wurde das Treffen von Dr. Alfred Buck, der im Auftrag von iP Consult, einem Beratungsinstitut auf dem Gebiet der Umweltberatung, mit den Teilnehmern aus Brasilien eine Studien- und Informationsreise in Deutschland unternahm.


Das brasilianische Projektgebiet ist der atlantische Küstenwald Mata Atlântica des Bundesstaates Santa Catarina. Projektinhalt auf einzelstaatlicher und Bundes-Ebene ist der Schutz und der Regeneration des Küstenwaldes. Der Schwerpunkt liegt dabei auf acht Schutzgebieten und derer verschiedener und biologischer Eigenheiten und auf der nachhaltigen Nutzung im Umfeld der Kerngebiete.

Die Abgesandten waren sehr an der Rolle des BUND bei der Einrichtung des Biosphärengebietes Schwäbische Alb interessiert, bei der es sich hauptsächlich um eine beratende und hinweisende handelt. Im Laufe des zweistündigen Gespräches wurden sowohl viele Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten deutlich. So wurde auch die Frage nach dem Management in unseren Kernzonen gestellt, die theoretisch ganz sich selbst überlassen werden sollten.  Als Frau Lupp erklärte, dass durch unserer Kernzonen auch ein Wanderwegnetz  führt und deshalb Wegemaßnahmen zur Verkehrssicherungspflicht notwendig seien, wurde von Seiten der FATMA noch einmal nachgefragt ob es sich dann wirklich um Kernzonen handele. Doch Frau Lupp konnte dies mit dem Hinweis auf die Besiedelungsgeschichte in Deutschland und der bestehenden Wanderkultur, die ein wichtiger Bestandteil in unserer Freizeitgestaltung ist, trotzdem bestätigen. Außerdem darf man die unterschiedlichen schützenswerten Dimensionen nicht vergessen, vor dessen Hintergrund diese „Einschränkung“ der Kernzonen betrachtet werden muss. In Santa Catarina ist ein Gebiet ca. 40.000 ha groß, wogegen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb eine Kernzone im Durchschnitt 45 ha misst und insgesamt 2.600 ha beträgt. Auf einer großen Fläche ist es natürlich leichter, diese isoliert von menschlichen Eingriffen zu belassen. Allerdings werden die brasilianischen Wälder seit einiger Zeit von einer sehr dominanten Kiefernart heimgesucht, die ohne menschliches Eingreifen die derzeitige Vielfalt bedroht und den ansässigen Umweltschützern Sorgen bereitet.

Der Austausch über die Probleme und Chancen für die Bewahrung der örtlichen Fauna und Flora, war für beide Seiten sehr interessant und die Tatsache, dass einem dabei oft die gleichen Steine in den Weg gelegt werden, verbindet wohl alle Natur- und Umweltschützer weltweit.

 Nadja Miller

 

Foto: Alfred Buck


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