Die Kleine Molkerei

Leserbrief (August 2009) zur geplanten Schließung des Biobetriebs „Kleine Molkerei“

Biomilch ist nicht gleich Biomilch

Im (Bio-)Supermarkt lässt sich auch der umweltbewuße Verbrauche leicht dazu verführen, die billige, lang haltbare Milch im Tetrapak zu kaufen. Die bei uns erhältlichen Biomilchprodukte aus Bayern, Österreich etc. mögen in Zeiten des Verdrängungswettbewerbs auf dem Milchmarkt billiger sein als die der Tübinger Molkerei - aber sind sie auch "öko"? Denn in der Regel wird die Rohmilch der "Billigbiomilch" aus einem weitflächigen Einzugsgebiet  in zentralen Großmolkereien  verarbeitet um anschließend weit über die Region hinaus, oft über Zwischenlager, per LKW an die Supermärkte und Discounter geliefert zu werden. Unerfreulicher Nebeneffekt: Damit Milch die langen Transport- und Lagerzeiten besser übersteht, kommt sie immer seltener als die gewohnte, sondern  als "maxi frisch" oder "länger frisch" -Milch ins Regal. Diese Begriffe sind irreführend, denn die Milch ist keineswegs frischer als das zwar weniger lang haltbare, aber deutlich natürlichere, nicht einmal homogenisierte Produkt der kleinen Molkerei. Diese Pseudofrischmilch wird nämlich durch ein (energie-)aufwändiges, technisches Verfahren zu einem hoch verarbeiteten Extended Shelf Life- (im Regal lang haltbar-) Produkt verwandelt.


Die kleine Molkerei hat nicht nur ihren Sitz in und ihre Lieferanten um Tübingen herum, sondern unterstützt, nebenbei erwähnt, regionale Naturschutzprojekte und organisiert interessante Informationsveranstaltungen. Der Allgäulandkonzern scheint den Wert seines lokal verankerten Tochterbetriebs nicht zu kennen. Ich hoffe deshalb, dass die im Tagblattartikel erwähnte Option der Übernahme durch die Milchbauern eine Chance hat. Das Mindeste und Einfachste was TübingerInnen für den Erhalt der letzten Stadtmolkerei im Ländle tun können: Deren Produkte kaufen!



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Termine

30. September 2014

Week of Links- Die Woche für Nachhaltige Entwicklung

BUND nimmt teil mit einem Workshop zum Thema "Suffizienz- So viel Du brauchst" und am Markt der Möglichkeiten.

Termin: 30. September bis 2. Oktober

Weitere Infos und Facebookseite

26. September 2014

Werkstattgespräch des Netzwerks Naturschutz: „Biodiversität im öffentlichen Grün"

Das Naturkundliche Bildungszentrum in Ulm veranstaltet ein Netzwerk-Naturschutz-Werkstattgespräch zum Thema „Biodiversität im öffentlichen Grün“ mit best-practice-Beispielen.

Freitag, 26. September 2014

13:30 Uhr bis ca. 17:15 Uhr

Naturkundliches Bildungszentrum in Ulm, Kornhausgasse 3

Weitere Informationen und Anmeldung per E-Mail bis zum 19. September 2014 bei Frau Josefine Gras (josefine.gras@rpt.bwl.de)

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