Streusalz ist umweltschädlich und verboten

Im Durchschnitt werden jährlich in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1 und 2 Millionen Tonnen Auftausalze im Winterdienst verwendet. Das verätzt nicht nur die Pfoten der lieben Vierbeiner, sondern lässt auch den Pflanzen am Wegesrand und den Kleinlebewesen im Boden keine Überlebenschance!

Die Folge: Laubbäume verlieren mitten im Sommer ihre Blätter oder sterben ganz ab. Gleichzeitig entstehen durch Streusalz Jahr für Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe, sowohl durch Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen – insbesondere gefährlich: Korrosion der Bremsen -, als auch durch Schädigungen von Fahrbahndecken. (Quelle: BUND Tühringen)

Zudem gefährdet der Einsatz von Streusalz die Qualität des Grundwassers, in dem es durch die Böden oder über defekte Rohre des Abwasserkanalsystems ins Grundwasser gelangt. Nach Schätzung von Gutachtern gehen 50 Prozent der Korrosionsschäden an Autokarosserien auf Salz zurück. In Gebäuden schädigt Salz in der aufsteigenden Feuchtigkeit das Mauerwerk zusätzlich. (Quelle: BUND Berlin)

zum Beispiel Streupflichtsatzung Tübingen:

§5 (4) Zum Bestreuen sind Sand, Splitt oder andere geeignete, abstumpfende Stoffe zu verwenden. Auftausalze oder andere Stoffe, die sich umweltschädlich auswirken können, dürfen nicht gestreut werden. Ausnahmsweise können solche Stoffe gestreut werden, wenn Glätte nicht auf andere zumutbare Weise beseitigt werden kann; diese Stoffe sind jedoch auf das hierfür unbedingt notwendige Maß zu beschränken. (Quelle: robinwood, Stand 22. Februar 2010)
Eine Übersicht der Verordnungen weiterer Städte finden Sie hier...

Was Sie tun können

wir empfehlen:

• Schnee und Eis auf Gehwegen und Grundstücken mit Besen, Schneeschaufel und Hacke beseitigen.
• Bei Eis und erhöhter Glatteisgefahr bieten sich Sand, Splitt oder Sägespäne als Streumittel an.
• Als gute Alternative gelten Streumittel mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“, mit dem Zusatz „weil salzfrei“. Diese sind frei von umweltschädlichen Stoffen. Fragen Sie dazu in Ihrem Einkaufsmarkt nach Streumittel mit dem „Blauen Engel“!

Mehr Tipps worauf Sie beim Einkauf achten können finden sie hier...






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