PEFC - das allein selig machende Nachhaltigkeitssiegel für Holzprodukte?

 

Bezug: PEFC-Artikel im Schwäbischen Tagblatt in den letzten Wochen: "Wald ist mehr als Baumbestand..." und "Der Wald wächst.." , "Rottenburg = PEFC-Waldhauptstadt"

Nachdem das Tagblatt mehrfach über das von der Forstwirtschaft ins Leben gerufene PEFC-Siegel ("Rottenburg = PEFC-Hauptstadt", PEFC für malaysische Wälder usw.) als Garant für Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung berichtete, hier eine wichtige Ergänzung:
Neben PEFC gibt es das von den Umweltverbänden aber auch von vielen Forstleuten, Holzverarbeitern und Händlern höher bewertete und aussagekräftigere Siegel "FSC" (Forest Stewardship Council).
Während PEFC bei vielen Kriterien ungenau oder "großzügig" bleibt, schreibt FSC hier genaue Daten und Zahlen vor. Ein weiterer Unterschied: Bei PEFC bleiben Waldbesitzer und Kontrollinstitution in der Regel - entgegen der Aussage der PEFC-Referentin Fetz - unter sich. Bei FSC werden Umweltverbände dagegen als sogenannte "Stakeholder" regelmäßig gebeten, den Zustand der jeweiligen FSC-Waldfläche (z. B. des Stadtwaldes Tübingen) zu bewerten und an Kontrollgängen teilzunehmen.
Der landeseigene Wald wird übrigens in den nächsten Jahren nach FSC zertifiziert!
Während in Deutschland auch PEFC im gewissen Maß für eine naturverträgliche Waldwirtschaft steht, ist die Aussagekraft  des Labels für Holz aus tropischen oder borealen (Ur-)Wäldern sehr begrenzt.  FSC-Fachleute sagen öffentlich, dass es schwierig sei, die deutschen FSC-Standards für Natur- und Sozialverträglichkeit z. B. in Brasilien oder Russland anzulegen - diese Selbstkritik habe ich von PEFC-Vertretern nie gehört. Trotz der Werbung des PEFC-Geschäftsführers im Tagblatt sind also  Holz- und Papierprodukte mit diesem Label kritisch zu sehen. Bei letzeren gibt es mittlerweile sowieso eine große Auswahl an hochwertigen Recyclingprodukten. Da ist man auf der sicheren Seite!



Barbara Lupp



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Im Praktischen Teil werden Brötchen und Aufstriche selbst hergestellt.

 

 

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Die Spaziergänge finden im Rahmen des Uni-Projektes "Energielabor Tübingen - Gemeinsam zur Energiewende" statt, an dem auch der BUND beteiligt ist. Anmeldung und Details: s. Link

Weniger Vögel, stummer Frühling. Einige Forscher weisen auf die abnehmende Biodiversität hin, andere reden von Panikmache. Tatsächlich ist die Zahl der Vögel in Deutschland und Europa stark gesunken. Unter den zahlreichen Gründen sind Lebensraum- und Nahrungsmangel die relevantesten Faktoren. Diese Entwicklung hat ökologische und ökonomische Folgen. Um sie zu stoppen müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Bürger, Kommunen, Politik, Naturschutz und Landwirtschaft sind gleichermaßen gefordert.

 

  • Wann? 18. - 20. Oktober 2017
  • Wo? Evangellische Akademie Loccum
  • Kosten? Je Tagung ca. 170,- Euro (inklusive 2 Übernachtungen, Vollverpflegung und Tagungsgebühr)
  • Anmeldung unter diesem Link

 

 

Der BUND Kreisverband Zollernalb hat sein Veranstaltungsprogramm für 2017 herausgegeben - zwischen Februar und November geht es u.a. um Schwedisch Lappland, Nachtfalter und Pilze. Schau doch mal vorbei!

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