Leserbrief zum Mössinger Glyphosat-Einsatz auf öffentlichen Flächen

Leserbrief von BUND Regionalgeschäftsführerin Neckar-Alb Barbara Lupp zur Aussage der "Blumenstadt" Mössingen im Juni 2015, dass Glyphosat u. a. zur Vorbereitung der typischen Mössinger Blühstreifen unerlässlich sei und man erst darauf verzichten werde, wenn es verboten würde:

Unkraut-Ex auf Mössinger Grünflächen unverzichtbar?

Totalherbizide tragen zur Verarmung der Artenvielfalt bei. Der BUND warnt außerdem seit Jahren von der gentoxischen Wirkung von Glyphosat, dessen Abbauprodukte AMPA und Beistoffen: Die Krebsrate in den Sojaanbaugebieten (Viehfutter!) in denen Glyphosat großflächig eingesetzt wird, stieg vielerorts signifikant an. Während im Bioanbau kluge Anbautechniken das einzige Mittel sind, eine Ertragsminderung durch Wildkräuter zu vermeiden, ist der Totalherbizideinsatz in der konventionellen Landwirtschaft u. a. zur Ernteerleichterung ein umstrittener Anbaubaustein - beide Gruppen sind jedoch im Gegensatz zu Kommunen auf einen wirtschaftlichen Ertrag ihrer Böden angewiesen. Trotzdem hält Mössingen (und halten weitere Kommunen?) den Einsatz von "Unkraut-Ex" auf einigen Grünflächen für unversichtbar. Aufgrund der jüngsten WHO-Studie zur kanzerogenen Wirkung machen sich die Verbraucherminister für ein Verbot auf nicht landwirtschaftlichen genutzten Flächen stark. Dass die Stadt ihre Grünflächen so lange mit dem Pflanzengift belasten will, bis dieses tatsächlich von "höherer Politik" (Zitat) ausgesprochen wird, hat eine fatale Vorbildwirkung: Kann man dann noch von Privatpersonen oder Firmen (wie jüngst in Tübingen beobachtet) verlagen, auf das "Sauberspritzen" ihrer Flächen zu verzichten? Was also tun, um sich den Ruf als Blumenstadt nicht zu ruinieren? - Über Alternativen bei der Vorbereitung der Flächen bzw. der Aussaatmischung informieren!     


Unten ein Bild von einem (nur) randlichen Einsatz eines Totalherbizids zu "kosmetischen" Zwecken auf einem Tübinger Firmengelände - mit totaler Wirkung auf Kräuter und Gräser. "Nebenwirkungen" auf Bodenorganismen, Grundwasser, Mensch....nicht ausgeschlossen!

(nur) randlicher Einsatz eines Totalherbizids auf einem Tübinger Firmengelände zu kosmetischen Zwecken - mit "totaler" Wirkung auf Gräser und Kräuter. Foto Barbara Lupp


Die Umwelt braucht uns und wir brauchen Sie

...damit wir uns unabhängig und überparteilich für Natur und Umwelt engagieren können

Bankverbindung des BUND RV Neckar-Alb bei der BW Bank:

DE34 6005 0101 0004 6033 55

(SOLADEST600)

Spenden sind von der Steuer absetzbar

Herzlichen Dank!

Nach oben

Termine / Newsletterabo

Interesse am regionalen BUND-Newsletter (ca. 10x/ Jahr)?

27. November 2017

30 Jahre Brundtland-Bericht: Eine Bilanz zur Nachhaltigen Entwicklung aus zivilgesellschaftlicher Perspektive

 Im Rahmen der Studium Generale der Universität Tübingen hält die Vorsitzende des BUND-Landesverbandes Baden Württemberg Brigitte Dahlbender einen Vortrag zur Nachhaltigen Entwicklung.

Mehr zur Studium Generale: ---->

Der BUND Kreisverband Zollernalb hat sein Veranstaltungsprogramm für 2017 herausgegeben - zwischen Februar und November geht es u.a. um Schwedisch Lappland, Nachtfalter und Pilze. Schau doch mal vorbei!

Besitzen Sie alte Handys, sowie DVDs und CDs? Diese können Sie bei uns abgeben.

Suche

Folgen sie uns auf Twitter

Wir bedanken uns bei der Stadt Tübingen für die Förderung der Arbeit der BUND Geschäftsstelle

Wir bedanken uns herzlich bei der Jugend- und Seniorenstiftung der Kreissparkasse Tübingen, den Stadtwerken Tübingen sowie der Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg für die Unterstützung unserer Umweltbildungsprojekte.

Wir bedanken uns herzlich bei der Firma Rongen Natursteinrecycling (www.natursteinpark.de) für die Unterstützung unserer Umweltbildungsaktionen

Wir bedanken uns bei der Firma LUMITRONIX (www.leds.de) für die Unterstützung der Ausstattung der BUND-Geschäftsstelle.