Der Stickstoffgehalt und Feinstaubgehalt in der Tübinger Luft ist zu hoch, Bezug: Schwäb. Tagblatt vom: 6.04.2013

Kommentar des BUND RV Neckar-Alb:

Das Regierungspräsidium (RP) weist daraufhin, dass der Schadstoffgehalt an einigen Messtellen in Tübingen und Unterjesingen zu hoch sei und gegen von der EU vorgegebenen Grenzwerte verstoße. Vor allem der Autoverkehr u. a. in der Mühlstraße treibt die Stickstoffbelastung und die Feinstaubbelastung in die Höhe. Das RP und die Kommunen müssen also aktiv werden - nicht nur um der EU zu gefallen, sondern vor allem um die Gesundheit ihrer BürgerInnen zu schützen. In diesem Zusammenhang irritiert die Aussage des Pressesprechers des RP Tübingen: Man müsse sich wegen der zur Zeit häufigen Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte keine Sorgen machen, denn (sinngemäß) wenn erst einmal der Frühlingswind blase und weniger mit Holz geheizt würde, dann könnte es Tübingen schaffen, die maximal 35 erlaubten Überschreitungstage pro Jahr einzuhalten.

Die von den EU-Staaten ausgehandelten Tages- und Jahresmaxima orientieren sich zwar am (umweltpolitisch) Machbaren haben aber zumindest eine wissenschaftliche Grundlage: Wenn also bereits in den ersten drei Monaten an 25 von 35 Tagen der Feinstaubgrenzwert - um wieviel? - überschritten wurde, dann ist das für die AnwohnerInnen wenig beruhigend, wenn ihnen in Aussicht gestellt wird, dass sie an windig-feuchten Tagen freier atmen können. Sollen diese Leute an hochbelasteten Tagen ihre Atmung einstellen oder verreisen? - Illusorisch! Deshalb muss es verbindliche Maßnahmen geben um ganzjährig die Luftbelastung durch den Verkehr und das Heizen mit Festbrennstoffen zu verringern.



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