Kurzbericht zur Begehung des Schönbuch bei Hohenentringen

Die Initiative „Schützt den Schönbuch“ kam mit der Bitte, aktiv zu werden, auf den BUND RV NA (und andere Naturschutzverbände) zu. Die Initiative kritisierte insbesondere aus Sicht der Naherholung aber auch aus Sicht des Naturschutzes die Art und Weise des Holzeinschlags:

Der besichtigte Standort gehört der Gemeinde Ammerbuch, die (wie andere Schönbuchgemeinden auch) einen Bewirtschaftungsvertrag mit Forst BW abgeschlossen hat. Die eigentliche Hiebsmaßnahme wird in diesem Fall durch einen freien Unternehmer durchgeführt.
Der Privatwaldbesitzer Höckh kritisierte den „Zwang“, dem günstigsten Unternehmer den Auftrag zu erteilen. Es war nicht klar, ob Sanierungsmaßnahmen im Vertrag Unternehmer – Waldeigentümer
enthalten sind.
In oben genanntem Waldgebiet konnten wir erhebliche Mängel an der Durchführung der Holzernte feststellen. Es fällt auf, dass Rückegassen genutzt und befahren werden, bis die Fahrspuren so tief sind, dass eine weitere Fahrt in den nächsten Jahren für die Maschinen unmöglich wird. So betrug die Tiefe der inakzeptablen Fahrspuren von ca. 50 bis 80 cm. Grund hierfür ist die Tatsache, dass selbst nach aufwendigen Rückbauarbeiten das Wasser in den Fahrrinnen steht und nicht abfließen kann. Es ist fraglich, ob diese Rückegassen ohne massive Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren für weitere Hiebsmaßnahmen genutzt werden könnten. Uns stellt sich hier die Frage nach dem Sinn und Zweck der Gassen, die ursprünglich angelegt wurden, um die Befahrung im Wald dauerhaft auf spezielle Flächen zu konzentrieren.
Es wäre sowohl aus naturschutzfachlicher als vermutlich auch aus forstwirtschaftlicher Sicht sinnvoller, bei anhaltend nass-feuchter Witterung und nicht gefrorenem Ton-Mergel-Boden die Holzerntemaßnahmen bzw. den Fuhrbetrieb einzustellen.
Desweiteren haben wir festgestellt, dass der Bestand dringend eine Schlag- und Jungbestandspflegemaßnahme nötig hätte.
Wir besichtigten an einem weiteren Standort (nahe Bebenhausen) ältere Rückegassen und länger gelagerte Buchenpolter (u. a. für die Zellstofffabrik „Sappi“). Diese Rückegassen, im Abstand von 20 bis 30 m, zeigten ebenfalls deutliche Verdichungserscheinungen, die Fahrspurtiefe war jedoch in dem von ForstBW gegebenen Rahmen.


Kurzbericht Begehung Schindhau/ Härten:
Abstand der Rückegassen 20 bis 30 m. Aktuell min. 10 Rückegassen, daneben einige, die in den letzten 10 Jahren verwendet wurden (s. Fotos 24.01.).
Außerdem: Seit ca. 15 Jahren massiver Einschlag des alten Eichenbestandes. Naturverjüngung besteht auf den ersten Blick fast ausschließlich aus Rotbuche. Sonderfall im Schindhau: Noch bestehender, von Hiebmaßnahmen weitgehend verschonter Altholzbestand im mittlerweile nicht mehr rechtmäßigen "Steinlager".

Bodenverdichtung+Pfützen für den Amphibienschutz? -  Natürlich können einzelne Pfützen, wenn sie nur außerhalb der Laichperiode durchfahren werden, insbesondere für Gelbbauchunken von Nutzen sein - eine Kartierung wäre sinnvoll! Dieser potenzielle Vorteil für Gelbbauchunken und andere Amphibien rechtfertig aber keinesfalls die aktuelle, flächenwirksame Holzerntepraxis u. a. im Schönbuch und Rammert (beides übrigens NATURA2000-Gebiete).


Beim ersten Ortstermin wurde über schonendere Verfahren diskutiert – um, insbesondere bei Mergel-Böden Schäden zu vermeiden:
1. Holzernte nur bei gefrorenem Boden – was tun, wenn Frost ausbleibt?
2. Stammzerlegung direkt am Fällort (bei Industrieholz ist Langholz nicht notwendig) und folglich Einsatz leichterer Maschinen oder sogar Pferden zum Abtransport.

 

 

Carolin Dalinger und Barbara Lupp



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Termine

Der BUND Kreisverband Zollernalb hat sein Veranstaltungsprogramm für 2017 herausgegeben - zwischen Februar und November geht es u.a. um Schwedisch Lappland, Nachtfalter und Pilze. Schau doch mal vorbei!

Am kommenden Donnerstag (20. Juli) gibt es im Biosphärenzentrum ab 19:30 Uhr einen spannenden Vortrag zu: Bioökonomie: wie kommen wir zu einem nachhaltigen Handeln? Mehr Informationen finden Sie im in diesem Flyer

Liebe BUND-Freunde,

die Sommerpflege am Huthüttle steht wieder an. Am Samstag, 29. Juli wollen wir ab 8 Uhr bis etwa 12 Uhr wieder die Flächen am Huthüttle mähen und abräumen. Dazu brauchen wir Eure Hilfe!!! Bitte meldet Euch per Telefon (AB) oder Email möglichst zahlreich an - wir können jede Hand brauchen, egal ob groß oder klein!

Für Vesper und Getränke wird gesorgt, daher bitte Anmeldung bis Donnerstag, 27. Juli. Danke.

Kontakt:

 

  • BUND Rottenburg Annette u. Hans-Joachim Rosner
  • Kastanienweg 2,72108 Rottenburg
  • Tel.: 07472 - 3524
  • Mail: bund.rottenburg@bund.net

 

 

 

Liebe Umweltzentrums-Freunde,

bei einem Spaziergang auf dem Steinenberg können Sie Schmetterlinge beobachten und einiges über ihre Lebensräume, Futterpflanzen und artspezifischen Eigenheiten und Bedürfnisse erfahren.

Die Führung SCHMETTERLINGE AUF DEM STEINENBERG findet statt am

 

Es laden ein: Interessengemeinschaft Steinenberg, BUND Neckar-Alb und NABU Tübingen. Bei Kälteeinbruch, starkem Wind oder Regen muss die Führung leider ausfallen.

An mehr als 70 Hütten und Marktständen bieten Aussteller Regionales, Kulinarisches und Kreatives. Am Sonntag findet dann der Tag der Artenvielfalt unter Beteiligung des BUND Reutlingen statt.

  • Wann? Samstag, 29. Juli 2017 - Sonntag, 30. Juli 2017 jeweils von 11.00 – 18.00 Uhr
  • Wo? ALB-GOLD Kundenzentrum - Trochtelfingen
  • Der Eintritt ist frei!

 

 

 

Kohle muss im Boden bleiben, um den Klimawandel aufzuhalten. Doch Deutschland ist bei der Braunkohleförderung weiterhin Weltmeister! Während Politik und Konzerne untätig bleiben, nehmen wir den Kohleausstieg selbst in die Hand. Im August werden wir Kraftwerke durch Blockaden von der Kohlezufuhr abschneiden. Und wenn im November in Bonn die Delegierten zum UN-Klimagipfel zusammentreffen, kommen wir zurück in die Grube. Wir zeigen, wo in Deutschland das Klima verhandelt wird.

Wir sagen Ende Gelände!

 

  • 24. - 29.08. Rheinisches Braunkohlerevier
  • 04. - 05.11 Während der Un Klimakonferenz

 

 

6. September 2017

Umweltpodium zur Bundestagswahl

Die vergangenen drei Jahre gehören zu den global 10 wärmsten Jahren seit Messbeginn - der Klimawandel schreitet ungebremst weiter voran, Feinstaub belastet das Leben der Menschen in unseren Städten und die Versiegelung macht auch keine Pause - Aus diesem Grund veranstaltet der BUND Rottenburg auch in diesem Jahr eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Parteien.

 

 

Weniger Vögel, stummer Frühling. Einige Forscher weisen auf die abnehmende Biodiversität hin, andere reden von Panikmache. Tatsächlich ist die Zahl der Vögel in Deutschland und Europa stark gesunken. Unter den zahlreichen Gründen sind Lebensraum- und Nahrungsmangel die relevantesten Faktoren. Diese Entwicklung hat ökologische und ökonomische Folgen. Um sie zu stoppen müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Bürger, Kommunen, Politik, Naturschutz und Landwirtschaft sind gleichermaßen gefordert.

 

  • Wann? 18. - 20. Oktober 2017
  • Wo? Evangellische Akademie Loccum
  • Kosten? Je Tagung ca. 170,- Euro (inklusive 2 Übernachtungen, Vollverpflegung und Tagungsgebühr)
  • Anmeldung unter diesem Link

 

 

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