6. Oktober 2015

Grünflächenpflege auf Kosten von Gesundheit und Umwelt?

Foto: Kohlmann

Der BUND führte eine Umfrage zum Glyphosateinsatz auf öffentlichen Flächen in der Region Neckar-Alb durch.

Wer setzt sich noch gerne auf eine Parkbank, deren Umfeld mit vermutlich krebserregenden Mitteln besprüht wurde? Wie schön ist eine Blumenbeet, wenn man weiß, dass vor der Aussaat sämtlichem Leben mit Glyphosat der Garaus gemacht wurde?

Der Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) fordert seit langem ein Verbot des heiß diskutierten Wirkstoffs, welcher in vielen Unkrautvernichtungsmitteln wie z.B. „Roundup“ und „Unkraut Ex“ enthalten ist. Glyphosat vernichtet die Bodenvegetation vollständig und schafft somit „saubere Flächen“. Allerdings ist es nach einer aktuellen IARC-Studie (Krebssachverständigenrat der WHO) wahrscheinlich krebserregend, zudem schädigt es als Totalherbizid die Bodenorganismen. Es befindet sich trotz der oben genannten Nebenwirkungen und der Kritik, auch des BUND, im Moment europaweit in der Wiederzulassung.

Konventionell wirtschaftende Landwirte nutzen glyphosathaltige Mittel zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit, doch welchen Grund gibt es für das Spritzen auf öffentlichen Flächen? - Der BUND Regionalverband Neckar-Alb befragte alle Kommunen in den Landkreisen Tübingen, Reutlingen und im Zollernalbkreis zu ihrem Umgang mit dem umstrittenen Herbizid, um sich ein Bild der Situation zu machen:
Von 28 Gemeinden, die auf die Umfrage reagierten, verwenden 18 nach eigenen Angaben keine glyphosathaltigen Herbizide, sie setzen auf Alternativen wie Heißdampf oder mechanische Verfahren.
Einige streben an, in naher Zukunft auf den Einsatz zu verzichten. Eine Bilanz, die dennoch besser ausfallen könnte. Zumal bei einer Zahl von ca. 40 Gemeinden, die trotz Nachfrage nicht antworteten, eine nicht unerhebliche Dunkelziffer zu erwarten ist.

Die BUND-Umfrage ergab, dass Glyphosat u. a. zur „Bereinigung“ von Gehwegen und Parkplätzen, selbst zur Vorbereitung der Aussaat von Blumenwiesen verwendet wird. Nach Forderung des BUND hat Alexander Bonde, Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, erfreulicherweise am 24.08.2015 angekündigt, man habe „aus Vorsorgegründen die Genehmigungsbehörden im Land angewiesen, keine neuen Genehmigungen von Glyphosat mehr zu erteilen.“ Der BUND RV Neckar-Alb fordert von Gemeinden und Straßenmeistereien, die noch Ausnahmegenehmigungen zur Anwendung von glyphosathaltigen Mitteln haben, diese, auch zum Schutz ihrer Mitarbeiter, nicht mehr einzusetzen.

Mittlerweile haben mehrere Bau- und Gartenmärkte angekündigt, den Wirkstoff aus dem Sortiment zu nehmen. „Sehr begrüßenswert“, so Barbara Lupp vom BUND RV Neckar-Alb, „denn schließlich kommt das Totalherbizid auch auf privaten Grünflächen und in Gärten immer noch zum Einsatz.“



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Termine

Der BUND Kreisverband Zollernalb hat sein Veranstaltungsprogramm für 2017 herausgegeben - zwischen Februar und November geht es u.a. um Schwedisch Lappland, Nachtfalter und Pilze. Schau doch mal vorbei!

Am kommenden Donnerstag (20. Juli) gibt es im Biosphärenzentrum ab 19:30 Uhr einen spannenden Vortrag zu: Bioökonomie: wie kommen wir zu einem nachhaltigen Handeln? Mehr Informationen finden Sie im in diesem Flyer

Liebe BUND-Freunde,

die Sommerpflege am Huthüttle steht wieder an. Am Samstag, 29. Juli wollen wir ab 8 Uhr bis etwa 12 Uhr wieder die Flächen am Huthüttle mähen und abräumen. Dazu brauchen wir Eure Hilfe!!! Bitte meldet Euch per Telefon (AB) oder Email möglichst zahlreich an - wir können jede Hand brauchen, egal ob groß oder klein!

Für Vesper und Getränke wird gesorgt, daher bitte Anmeldung bis Donnerstag, 27. Juli. Danke.

Kontakt:

 

  • BUND Rottenburg Annette u. Hans-Joachim Rosner
  • Kastanienweg 2,72108 Rottenburg
  • Tel.: 07472 - 3524
  • Mail: bund.rottenburg@bund.net

 

 

 

An mehr als 70 Hütten und Marktständen bieten Aussteller Regionales, Kulinarisches und Kreatives. Am Sonntag findet dann der Tag der Artenvielfalt unter Beteiligung des BUND Reutlingen statt.

  • Wann? Samstag, 29. Juli 2017 - Sonntag, 30. Juli 2017 jeweils von 11.00 – 18.00 Uhr
  • Wo? ALB-GOLD Kundenzentrum - Trochtelfingen
  • Der Eintritt ist frei!

 

 

 

Kohle muss im Boden bleiben, um den Klimawandel aufzuhalten. Doch Deutschland ist bei der Braunkohleförderung weiterhin Weltmeister! Während Politik und Konzerne untätig bleiben, nehmen wir den Kohleausstieg selbst in die Hand. Im August werden wir Kraftwerke durch Blockaden von der Kohlezufuhr abschneiden. Und wenn im November in Bonn die Delegierten zum UN-Klimagipfel zusammentreffen, kommen wir zurück in die Grube. Wir zeigen, wo in Deutschland das Klima verhandelt wird.

Wir sagen Ende Gelände!

 

  • 24. - 29.08. Rheinisches Braunkohlerevier
  • 04. - 05.11 Während der Un Klimakonferenz

 

 

6. September 2017

Umweltpodium zur Bundestagswahl

Die vergangenen drei Jahre gehören zu den global 10 wärmsten Jahren seit Messbeginn - der Klimawandel schreitet ungebremst weiter voran, Feinstaub belastet das Leben der Menschen in unseren Städten und die Versiegelung macht auch keine Pause - Aus diesem Grund veranstaltet der BUND Rottenburg auch in diesem Jahr eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Parteien.

 

 

Weniger Vögel, stummer Frühling. Einige Forscher weisen auf die abnehmende Biodiversität hin, andere reden von Panikmache. Tatsächlich ist die Zahl der Vögel in Deutschland und Europa stark gesunken. Unter den zahlreichen Gründen sind Lebensraum- und Nahrungsmangel die relevantesten Faktoren. Diese Entwicklung hat ökologische und ökonomische Folgen. Um sie zu stoppen müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Bürger, Kommunen, Politik, Naturschutz und Landwirtschaft sind gleichermaßen gefordert.

 

  • Wann? 18. - 20. Oktober 2017
  • Wo? Evangellische Akademie Loccum
  • Kosten? Je Tagung ca. 170,- Euro (inklusive 2 Übernachtungen, Vollverpflegung und Tagungsgebühr)
  • Anmeldung unter diesem Link

 

 

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