Leserbrief zu "Bäume sind Bürger, aber Beschäftigte auch" (Tagblatt, 12.08.2017)

Anscheinend kann es man nicht oft genug wiederholen: Es sind im neuen Flächennutzungsplan nicht nur großflächige Eingriffe in Natur und Landschaft wie beim Aubrunnen oder Schelmen und Saiben vorgesehen! Auch wenn das Tagblatt sowie die geplante Umfrage der Stadtspitze das suggerieren. Gemäß dem städtischen "Steckbrief Gewerbe" wird fast jedem Teilort (ähnlich wie bei den großzügigen "Ein- bis "Wenigfamilienhaus"- Planungen) die Umwandlung von einigen Hektar Grün- in Gewerbefläche zugesagt. Bei einer Radtour (die als Vorexkursion für eine öffentliche Veranstaltung diente) konnten sich Mitglieder des BUND nicht nur ein Bild vom geplanten, landschaftsfressenden Keil im Saiben, sondern auch von für Gewerbe vorgesehenen Wiesen, Ruderalflächen und Äckern in Kilchberg, Bühl und Hirschau machen. Einige Planungen sind aus BUND-Sicht vertretbar, andere würden die Vernichtung von wertvollen Böden, Überschwermmungsflächen und Biotopen bedeuten. Wir sahen auf unserer Tour außerdem Garagenreihen, große, maximal einstöckig genutzte Gewerbeflächen, Parkplätze und Baulücken. Das sind alles Flächen, die man mit Recherche und Setzen von Anreizen besser nutzen könnte, um innovativen Firmen wie BFO (welche ja dazu beitragen kann, künftig Verkehrsflächen einzusparen bzw. umzuwidmen!) Platz in Tübingen zur Verfügung zu stellen. Im Übrigen gab es in der Region den guten Ansatz des "regionalen Gewerbeflächenpools"

Max Blon, Barbara Lupp (BUND RV Neckar-Alb)

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Leserbrief zur Baulanderschließung in Teilorten Tübingens, Bericht im Tagblatt vom 29.07.2017

Etwas mehr Recherche und weniger bloße Wiedergabe von Aussagen diverser Kommunalvertreter, Geschäftsführer etc. täten der Qualität des Lokalteils gut.
Dies fiel mir zum Beispiel beim Artikel über die (erfreuliche) Abfuhr der illegal deponierten Schlacke von der Erddeponie „Saurer Spitz", beim jüngsten Artikel über den Scheibengipfeltunnel und zuletzt beim Bericht aus dem Gemeinderat über die geplanten Neubaugebiete in den Teilorten Tübingens auf. Auch wenn das Zwischenerwerbsmodell im Prinzip begrüßenswert ist, werden wichtige Aspekte dieser Planungen nicht erwähnt. Erstens sind in Hirschau, Bühl, Hagelloch usw. vorwiegend Einfamilien- oder Doppelhäuser geplant. Eine nicht mehr zeitgemäße Bauart, die den Rohstoff-, Energie- und Landschaftsverbrauch fördert, außerdem vermutlich nicht den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum stillt.

Und zweitens gibt es in den meisten Teilorten noch Baulücken, durch deren Erschließung man sogenannte „Arrondierungen" am Ortsrand vermeiden könnte. Übrigens handelt es sich bei den geplanten Baugebieten laut Flächennutzungsplan (FNP) entgegen Oberbürgermeister Palmers Aussage keineswegs um „Baulücken" (Zitat), sondern um Neuerschließungen im Außenbereich. Erstaunlich, dass das Regierungspräsidium Tübingen diesen Bebauungsplänen anscheinend bereits zustimmt, bevor der neue FNP inklusive Umweltbericht beschlossen worden ist - verkehrte Welt?

Barbara Lupp (BUND RV NA)

 

 

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Kommentar zum Artikel: Ein Jahrhundertprojekt - Das Uniklinikum Tübingen wird über Jahrzehnte völlig umgebaut werden.

Blick auf den Steinenberg - Foto: Barbara Lupp

Hier finden sie den Kommentar zum Artikel "Ein Jahrhundertprojekt" des Tagblatts vom 19.07.2016. Dieser ist auch online auf der Website der Zeitung verfügbar.

Und wieder ein Exklusivbericht des Chefredakteurs über die Planungen von UKT und Stadt: „Der größte Teil wird strenger geschützt als bisher ... Es gab einen Zielkonflikt zwischen Erweiterungsbedarf und ... Naturschutz“ mit angeblich „gutem Kompromiss“. Er kam jedoch meines Wissens ohne Beteiligung des Naturschutzes zustande. Sind aufgrund dieses Deals Stellungnahmen zum Flächennutzungsplan überflüssig? Und eindeutige Hinweise in dem von der Stadt in Auftrag gegebenen Umweltgutachten wie „Aufgrund der ... Bedeutung des Steinenbergs ... und des geringen Umfangs der verbliebenen unbebauten Fläche, wäre selbst bei einer reduzierten Flächeninanspruchnahme von einer erheblichen Störung der lokalen Populationen auszugehen“ Makulatur?

Zum „absoluten Versprechen“ Bambergs: Nicht selten versprechen sich Planer beziehungsweise Kommunalpolitiker und setzen aufgrund sogenannter Sachzwänge oder geänderter Rahmenbedingungen weitere Eingriffe, sogar auf Ausgleichsflächen, durch. Die daraus folgende Entwertung, aber auch eine schlechte Datenlage fördern die Abwärtsspirale. Hierzu passt, dass das städtische Ökokonto (eine Art „Gedächtnis“ der Eingriffs- und Ausgleichsmaßnahmen) mangels Fachpersonal kaum noch gepflegt wird.

Freude über nicht noch mehr Parkplätze? Es wurde ja auch erst ein neues Parkhaus auf den Steinenberg „gepflanzt“!

Zur Erkenntnis „Es geht (beim UKT) nicht um schmutzige Industrie“: Stimmt. Diese produziert nicht mehr im Ländle, sondern zum Beispiel in Indien Antibiotika mit minimalen Umweltauflagen (auch) für uns.

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Stellungnahme und Information der Bürgerinitiative Käsenbachtal zur geplanten Bebauung der Sarchhalde/Käsenbachtal im Rahmen des FNP.

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Leserbriefe vom 17. Juni 2017 bezüglich der Artikel "Bebaubare Flächen stark reduziert" (31.5.17) und "Frischluft und Hochwasserschutz" (7.6.17) zum FNP Pfullingen finden Sie hier

Die Pressemitteilung des BUND Kreisverband Reutlingen zur geplanten Bebauung im Arbachtal können Sie hier einsehen. Dazu der passende Link in den RN

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Leserbrief zum Artikel im Tagblatt „Die Umwelt steht Tübinger Gewerbe nicht im Weg“ (Juni 2017)

www.tagblatt.de/Nachrichten/Die-Umwelt-steht-dem-Tuebinger-Gewerbe-nicht-im-Weg-334258.html

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Im folgenden Positionspapier des BUND Regionalverband Neckar-Alb wurden die Auswirkungen der im Rahmen des neuen Flächennutzungsplans geplanten Gewerbegebiete auf das Schutzgut „Boden“ analysiert.

Das Positionspapier finden Sie hier. 



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Termine / Newsletterabo

Interesse am regionalen BUND-Newsletter (ca. 10x/ Jahr)?

Erfahren sie wie man mit wenig Geld Bioprodukte an Kitas und Schulen bringen kann! In diesem Seminar erhält man Praxistipps zu Einkauf, Speiseplaung und Kalkulation sowie Ansätze um das Thema "Nachhaltige Ernährung" weiter zu vermitteln.

Im Praktischen Teil werden Brötchen und Aufstriche selbst hergestellt.

 

 

Bei einem Spaziergang Praxisbeispiele zur lokalen Energiewende besichtigen!

Die Spaziergänge finden im Rahmen des Uni-Projektes "Energielabor Tübingen - Gemeinsam zur Energiewende" statt, an dem auch der BUND beteiligt ist. Anmeldung und Details: s. Link

Weniger Vögel, stummer Frühling. Einige Forscher weisen auf die abnehmende Biodiversität hin, andere reden von Panikmache. Tatsächlich ist die Zahl der Vögel in Deutschland und Europa stark gesunken. Unter den zahlreichen Gründen sind Lebensraum- und Nahrungsmangel die relevantesten Faktoren. Diese Entwicklung hat ökologische und ökonomische Folgen. Um sie zu stoppen müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Bürger, Kommunen, Politik, Naturschutz und Landwirtschaft sind gleichermaßen gefordert.

 

  • Wann? 18. - 20. Oktober 2017
  • Wo? Evangellische Akademie Loccum
  • Kosten? Je Tagung ca. 170,- Euro (inklusive 2 Übernachtungen, Vollverpflegung und Tagungsgebühr)
  • Anmeldung unter diesem Link

 

 

Der BUND Kreisverband Zollernalb hat sein Veranstaltungsprogramm für 2017 herausgegeben - zwischen Februar und November geht es u.a. um Schwedisch Lappland, Nachtfalter und Pilze. Schau doch mal vorbei!

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